Medien Coaching

Schönheitsideal, Cybermobbing

Schlank, schlanker, dürr

Kinder und Jugendliche suchen sich Vorbilder. Früher geschah dies im direkten sozialen Umfeld. In der heutigen Zeit, in der soziale Medien allgegenwärtig sind, gibt es deutlich mehr zu sehen. „Alle“ wollen schön sein und bewundert werden. Die Kinder bewundern Influencer, weil diese erfolgreich sind, weil sie gemocht werden, weil sie nahezu perfekt aussehen.

Unser Schönheitsideal ist schon seit Jahrzehnten von der Werbung und den dortigen schlank und sportlich aussehenden Menschen geprägt. Doch wenn wir uns umschauen, stellen wir fest, dass die wenigsten von uns so aussehen.

Die Kinder differenzieren nicht so stark und wenden sich dem vermeintlichen Ideal zu, weil sie sich ebenso Anerkennung wünschen – sie sehen nicht, dass es auch auf andere Weise Anerkennung geben kann.

 

Nach dem Posting kommt das Mobbing

Kinder sind in den sozialen Medien aktiv. Mancher kann sich ein Leben ohne Social Media nicht vorstellen. Aus allen Lebensbereichen werden Fotos gepostet.

Schnell ist mal ein Foto im Sommer vom Stadtsee im Bikini gepostet. Prompt kommen die Kommentare, weil vielleicht an einer Stelle eine Hautfalte oder ein Pickel  zu sehen ist.
Die nächsten springen auf den Zug auf und schreiben ebenfalls Kommentare. Vielleicht meinen sie es lustig, aber bei einem geschriebenen Wort hört man eben die Ironie nicht heraus. Und wenn immer mehr Kommentare mit negativen Inhalten kommen, immer mehr Beleidigungen, immer mehr Anfeindungen, … dann entstehen die psychischen Belastungen.

Tipps & Tricks

Alternativen suchen und anbieten

Es gibt so viele Kanäle, in denen ein falsches Schönideal vermittelt wird. Es ist nicht gut, wenn dein Kind zu einseitig konsumiert. Und die Einseitigkeit entsteht sehr schnell.

Der Algorithmus – also das Programm der sozialen Medien – registriert, welche Inhalte dein Kind anschaut und liked. Dadurch werden deinem Kind immer mehr Postings au diesem Bereich angezeigt. Das kann zu einer Spirale oder besser gesagt zu einem Strudel führen, der dein Kind immer mehr und immer schneller in einen bestimmten Bereich runterzieht.

 

Wie kannst du dem entgegenwirken?

Suche selber Alternativen. Finde Kanäle, die auch für dein Kind interessant sein können und biete sie ihm an. Spreche mit deinem Kind über das, was es konsumiert und wozu es führen kann.

Viele Kinder haben außerhalb der sozialen Medien andere Interessen. Suche – gemeinsam mit deinem Kind – Kanäle, die zu diesen Interessen passen.

Hilfe & Kontakte

Beratung zu Essstörungen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet ein Portal mit umfangreichen Information zu Essstörungen.

Hier noch ein Link zu einer Seite mit einer Suchmöglichkeit für Beratungsstellen.

Rat und Tat in Bremen

Die Bremer Landesregierung hat eine kurze Infoseite mit weiterführenden Links zusammengestellt, auf der man Hilfe finden kann.

Anlaufstellen der Bundesländer

Das Bündnis gegen Cymobbing bietet Links zu Anlaufstellen der Polizei in den verschiedenen Bundesländern.